Unsere Mission: Medizin für alle, die alle mitdenkt

Wir wollen Bewusstsein schaffen, Wissen teilen und Veränderungen anstoßen. Dafür setzen wir uns ein:
Aufklärung & Bildung: Wir informieren über Frauengesundheit, Gendermedizin und rassismuskritische Medizin.
Vernetzung & Austausch: Wir schaffen Räume für Betroffene, Fachleute und Interessierte, um Erfahrungen zu teilen und Lösungen zu finden.
Politisches Engagement: Wir fordern mehr Forschung zu geschlechtsspezifischer und diversitätssensibler Medizin, bessere medizinische Leitlinien und eine faire Gesundheitsversorgung.
Unsere Schwerpunkte

1. Frauengesundheit – warum sie mehr Aufmerksamkeit braucht
Frauen* haben andere Körper, andere Symptome und andere Krankheitsverläufe als Männer – doch in der Medizin wird das oft ignoriert.
Fehldiagnosen und übersehene Symptome: Frauen* mit Herzinfarkten erhalten seltener eine richtige Diagnose, weil sich ihre Symptome (Übelkeit, Kurzatmigkeit, Rückenschmerzen) von denen der Männer unterscheiden – die klassische Diagnostik orientiert sich aber am männlichen Krankheitsbild.
Medikamente, die nicht für uns entwickelt wurden: Viele Medikamente werden fast ausschließlich an männlichen Probanden getestet, sodass Frauen* häufiger Nebenwirkungen haben oder nicht optimal dosierte Medikamente erhalten.
Endometriose, PCOS, Wechseljahre – zu wenig Forschung: Viele gynäkologische Erkrankungen bleiben lange unerkannt, weil sie kaum erforscht und oft nicht ernst genommen werden. Frauen* brauchen eine Medizin, die ihre Bedürfnisse berücksichtigt.

2. Rassismus in der Medizin – wenn Hautfarbe über die Behandlung entscheidet
Medizin sollte für alle Menschen gleich sein – doch das ist sie nicht. Schwarze Frauen*, migrantische Frauen* und People of Color erleben im Gesundheitssystem oft strukturelle Benachteiligung.
Fehlende Forschung an nicht-weißen Körpern: Viele medizinische Studien basieren fast ausschließlich auf weißen Teilnehmenden. Das bedeutet, dass Diagnostik, Medikamente und Therapieempfehlungen nicht auf diverse Bevölkerungsgruppen abgestimmt sind.
Weniger Schmerzbehandlung: Studien zeigen, dass Schwarze Patientinnen seltener Schmerzmedikamente erhalten als weiße Patientinnen, weil Ärzt*innen deren Schmerz oft unterschätzen.
Höheres Risiko für Komplikationen in der Geburtshilfe: Schwarze Frauen haben ein signifikant höheres Risiko für Komplikationen während der Geburt – nicht wegen biologischer Unterschiede, sondern wegen schlechterer medizinischer Betreuung und systematischer Vorurteile.
Hautkrankheiten und Diagnostik: Viele Hautkrankheiten werden in Lehrbüchern fast nur auf weißer Haut dargestellt, sodass sie bei Schwarzen Menschen und PoC oft zu spät erkannt oder falsch behandelt werden.
Deshalb braucht es Unsere Forderung:
Mehr Forschung mit diversen Studienteilnehmenden, Schulungen für medizinisches Personal zu rassismus- und diversitätssensibler Versorgung, sowie Sichtbarkeit für nicht-weiße Krankheitsverläufe in Lehrbüchern und medizinischen Datenbanken.

3. Gendermedizin – wenn der Unterschied den Unterschied macht
Wir setzen uns dafür ein, dass medizinische Forschung und Praxis die Unterschiede zwischen den Geschlechtern ernst nehmen und auf aktuelle wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.
Bessere medizinische Ausbildung – Ärzt*innen müssen wir lernen, geschlechtsspezifische Unterschiede zu erkennen und zu behandeln.
Medikamententests für alle – Medikamente müssen so erforscht werden, dass sie für Frauen* genauso gut wirken wie für Männer.
Gesundheitsversorgung für queere Menschen – Trans* und nicht-binäre Personen brauchen eine Medizin, die ihre Körper und Bedürfnisse ernst nimmt.

4. Frauensport – warum Trainingspläne nicht für alle gleich funktionieren
Sport und Bewegung sind essentiell für die Gesundheit – doch Frauen* und queere Menschen stoßen im Sport auf besondere Herausforderungen.
Sportmedizin für Frauen – Frauen haben einen anderen Muskelstoffwechsel, andere Verletzungsrisiken und hormonelle Schwankungen, die ihre Leistungsfähigkeit beeinflussen. Trotzdem gibt es kaum Forschung dazu.
Mythen abbauen – „Frauen sollten nicht schwer heben“, „Sport beeinflusst die Fruchtbarkeit negativ“ – solche Mythen halten sich hartnäckig. Wir klären auf, was wirklich gesund ist.
Gleichberechtigung im Sport – Frauen* sind im Profisport unterrepräsentiert, erhalten weniger Förderung bzw. Entlohnung, und kämpfen um Anerkennung. Wir setzen uns für faire Bedingungen und mehr Sichtbarkeit ein.
Sei dabei – für eine gerechtere Medizin!
Ob du selbst betroffen bist, dich engagieren möchtest oder einfach mehr erfahren willst – wir freuen uns, wenn du dabei bist!
